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Kölner Stadt Anzeiger Wenn „Telemaque“ die Socken auszieht
Leichlingen - Ein Rundgang durch die Klassenzimmer der Rheinischen Förderschule für Körperliche und motorische Entwicklung gleicht eigentlich immer einer Entdeckungsreise. Fantasievolle Bilder an den Wänden, Collagen oder Gebasteltes verraten, dass hier eine Menge passiert. Macht man allerdings die Türe auf, und sieht drei Hunde im Raum, die Schränke öffnen, oder Strümpfe ausziehen, dann ist das doch eher ungewöhnlich. Und beim Schulfest, zu dem die Schule für Samstag eingeladen hatte, gab es solche Hunde, „Assistenzhunde“ für Menschen im Rollstuhl. Die ehemalige Lehrerin Claudia Bodmann, die selbst im Rollstuhl sitzt, war dafür verantwortlich. Seit Oktober gibt es nämlich den Verein „Apporte“, der solche Hunde vermittelt. Das ist zumal in Deutschland kein Leichtes. Die anderthalbjährige Ausbildung ist mit 12 000 bis 15 000 Euro kostspielig, und auch in der Gesellschaft ist man noch nicht so ganz auf den „Assistenzhund“ gekommen. Situationen wie zum Beispiel in Frankreich, dass der Hund zur Begleitung in die Oper mitkommt, sind hierzulande unvorstellbar. Immerhin hat es Klaus Reineke aber geschafft, dass sein Hund „Radis“ ihn in die Kirche und den Supermarkt begleiten darf.
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