»Danke«

In den nun zwölf Jahren seit Bestehens des Vereins konnten wir 35 Assistenzhunde finanzieren. Es warten allerdings schon weitere BewerberInnen auf einen Freund und Helfer auf vier Pfoten.
Für jeden Menschen, dem wir mit einem Assistenzhund helfen konnten, bedeutet die Zusammenarbeit mit dem Hund eine große Veränderung in ihrem Leben.

Mitglieder und Freunde 2012

Bewerbungskriterien

Ob Sie oder jemand in Ihrer Familie für die Vermittlung und Finanzierung eines Assistenzhundes infrage kommt, wird letztendlich in persönlichen Gesprächen geklärt.

Auf jeden Fall sollten Sie uns für eine Bewerbung nur dann kontaktieren,
wenn Sie folgende Kriterien erfüllen können.

Wenn Sie:

  • motorisch so eingeschränkt sind, dass ein Rollstuhl notwendig ist .
  • selbst (finanziell und gesundheitlich) in der Lage sind, einen Hund zu versorgen
    und ihm eine artgerechte Freizeit zu ermöglichen.

  • kognitiv in der Lage sind, den Hund zu führen, bei Kindern natürlich mit Unterstützung der Eltern.
  • aktiv sind und Freude daran haben, mit dem Hund die Natur zu erleben.
  • bereit sind, für viele Jahre die Verantwortung für den Hund zu übernehmen.

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Wichtige Mitteilung + Klarstellung

Für zukünftige Bewerber/innen HIER

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Kurzvorstellungen der Bewerber/innen

Damit Sie genau verfolgen können, für wen Ihr gespendetes Geld verwendet wird,
stellen sich Ihnen die neuen BewerberInnen kurz vor.

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Hallo, ich möchte mich vorstellen.

Bewerber Philipp


Mein Name ist Philipp und ich bin 25 Jahre alt.
Mein großer Wunsch wäre als treuer Begleiter ein Assistenzhund.
Jetzt meine Geschichte…
Mitte 2014 hatte ich einen Arbeitsunfall mit der Folge einer Querschnittlähmung. Meine Erst- Reha hatte ich im BUK  Hamburg-Boberg. Ich habe mich inzwischen ganz gut eingelebt, aber festgestellt, dass für mich zu dieser Situation der Verlust fast aller Freunde dazu gehört. Ich bin zwar relativ selbstständig, aber  tausend Dinge erschweren einem täglich  im Rollstuhl  das Leben. Wir waren schon immer eine sehr tierverbundene Familie mit dem Hang zur Natur. Ich wohne mit meiner Familie in unserem Haus in ländlicher Lage mit Platz für Hund, Katz und Maus. Also beste Bedingungen,  dass wir dem Hund ein schönes  zu Hause geben könnten.
Mein Hobby ist unter anderem die Fotographie und das Hand-biken. Leben in der Natur. Bald mache ich auch eine Ausbildung.
Mein Hund. Mein Freund. Mein treuer Begleiter. Mein Sicherheitsgefühl.
Ich verspreche mir als Zugewinn von dem Hund mehr Selbstständigkeit, Sicherheit und das Wichtigste … einen Freund fürs Leben.

Viele liebe Grüße  Philipp

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Hallo, mein Name ist Kim.

Bewerberin Kim


Ich bin 26 Jahre alt und wohne im schönen Süden in der Nähe vom Bodensee. Beruflich habe ich mit erwachsenen Menschen gearbeitet, welche wie ich eine Behinderung haben. Leider musste ich mein Studium zur Sozialpädagogik kurz vor dem Ende aufgrund meiner Einschränkungen abbrechen. Dennoch lasse ich mich nicht davon abhalten in der Kinderferienbetreuung bei mir vor Ort vom FeD (Familienentlastenden Dienst) teilzunehmen und mit ihnen den Tag und manchmal auch die Nacht gemeinsam zu verbringen.

Bei schönem und auch bei nicht so schönem Wetter fahre ich sehr gern mit dem Handbike durch die Gegend und genieße die mir da so ermöglichte Freiheit und vor allem die Geschwindigkeit.

Ich kam mit einem genetischen Defekt zur Welt, durch welchen ich eine Muskelerkrankung namens Mitochondriopathie bekommen habe. Durch diese sind meine Muskeln sehr schlaff, da mein Körper keine Energie über Nahrung oder Schlaf aufnehmen kann. Zudem habe ich eine erworbene komplette Querschnittlähmung auf Höhe der Brust (Th5), welche mir viele Tätigkeiten im Leben erschwert wie bspw. das Aufheben von runtergefallenen Sachen, das Öffnen von Türen, welche sich schwer öffnen lassen oder auch das Ausziehen von Hosen. Leider habe ich auch noch einige andere Diagnosen, welche überwiegend auch über genetische Defekte begründbar sind.

Dennoch lässt mich all das nicht die Lebensfreude nehmen, sondern gerade deshalb bin ich der Meinung, dass ich das was ich kann deutlich mehr schätze als andere Menschen.

Die Idee mit einem Assistenzhund kam überwiegend von den Ärzten, ich selber habe mich dann jedoch erkundigt und durch eine meiner besten Freundinnen bekam ich die Homepage von Apporte gezeigt.

Ich bin der Meinung, dass mir ein Assistenzhund im Alltag sehr viel behilflich sein kann, ich aber auch sehr gerne einfach jemanden an meiner Seite haben möchte. Ich wünsche mir, dass er mir gewisse Aufgaben erleichtert, jedoch auch sein ganz normales Hundeleben leben kann in Gemeinschaft von anderen Hunden hier in der Umgebung.

Ich bin Apporte sehr dankbar, dass sie mich als Bewerberin aufgenommen haben und freue mich über jeden Spender bzw. jede Spenderin, die mir dabei behilflich sein möchte meinen Weg zu einem Assistenzhund zu ermöglichen.


Kim

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Ich heiße Lotte...

Bewerberin Lotte


...und ich bin nicht nur 15 Jahre alt, sondern auch wild, lustig und neugierig. Ich kann kaum sprechen, aber ein bisschen auf dem Computer schreiben. Meine Lieblingsbeschäftigungen sind Reiten, Musik hören und tanzen. Tiere mag ich besonders. Meinen Rollstuhl kann ich streckenweise alleine fahren. Bei den allermeisten alltäglichen Aktivitäten brauche ich aber Hilfe. Mit meinen Eltern und meinem jüngeren Bruder verstehe ich mich gut. Trotzdem nerven mich alle drei auch häufig. Schon länger wünsche ich mir einen Hund an meiner Seite. Als Freundin, Assistentin und Lebensbegleiterin. Dieser Wunsch steht ganz oben auf meiner Weihnachts- und Geburtstagswunschliste. Der Besuch bei Apporte e.V. hat mir sehr gefallen. Ich würde „Luftsprünge" machen, wenn ein Hund in unser Leben einziehen würde.


Lotte

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Hallo. Ich bin Clara.

Bewerberin Clara


Ich bin 26 Jahre alt und versuche gerade mein Abitur nachzuholen, um da weiterzumachen, wo ich aufhören musste, als mir die Krankheit in den Weg kam.
Damals durfte ich schon parallel zur Schule die Uni besuchen, an Vorlesungen teilnehmen und den Laboralltag kennenlernen. Dadurch weiß ich, was ich später machen möchte - nachdem ich Abitur und Studium doch noch geschafft habe.


Am schlimmsten und einschränkendsten an meiner Behinderung sind für mich die Schmerzen. Schmerzen habe ich eigentlich durchgängig, da eine meiner Erkrankungen das Bindegewebe zu locker wachsen lässt und ich mir deshalb andauernd sämtliche Gelenke blockiere, mich leichter verletze und schneller erschöpft bin. Durch meine Spastik und eingeschränkte Sensibilität kann ich meinen Körper leider auch nicht so gezielt steuern, wie es zur Schonung nötig wäre und beides verschlechtert sich gegenseitig.
Wenn ich die Schmerzen mehr in den Hintergrund drängen könnte, wäre für mich viel gewonnen, denn eigentlich bin ich ein aktiver Mensch und das will ich nicht verlieren.

Tiere haben mir immer sehr viel bedeutet und ich fühle mich in ihrer Gegenwart sicher und zuhause. Wenn ich im überfüllten Zug oder Fahrstuhl am Rande einer Panikattacke stehe und es steigt jemand mit Hund dazu, kann ich mich beruhigen.
Wenn ich bei der Reittherapie bin, vergesse ich während dieser Zeit ein ganzes Stück weit die Schmerzen und meine Muskeln werden lockerer (das Bewerbungsfoto ist dort entstanden).
Und wenn ich morgens vor dem Haus den Nachbarshund treffe, ist der Tagesanfang gerettet, denn: So ein weiches Fell zwischen den Fingern oder eine große Hundenase an der Backe sind für mich ähnlich hilfreich wie Schmerz- und Beruhigungsmittel - nur ohne Nebenwirkungen. Und, mit einem eigenen Hund, auch jederzeit verfügbar: Morgens, mittags, abends, zu, vor oder nach den Mahlzeiten und auch nachts.

Ich wünsche mir von ganzem Herzen einen Hundefreund, der mir Sicherheit gibt, der sich mit mir zusammen durch das schwierige Vorhaben "Abi + Studium" kämpft, der nicht genervt davon ist, mir an schlechten Tagen auch fünfmal hintereinander etwas aufzuheben, der mir nicht sagt: "Das schaffst Du eh nicht! Tu Dir das doch nicht an." und auch nicht: "Jetzt reiß Dich aber mal zusammen!". Einen Hundefreund, vor dem ich mich nicht schäme, ihn um kleine Hilfen zu bitten, die für mich eine große Hilfe bedeuten können (Gegenstände kurz halten, ausziehen helfen, etwas holen) und der auch nicht gestresst ist, wenn wegen mir mal wieder etwas länger dauert.
Einfach einen Alltagsbegleiter, der mich so nimmt, wie ich bin und dem es genügt, dabei zu sein und liebgehabt zu werden.
Mit einem ausgebildeten Assistenzhund hätte ich trotz Behinderung die Möglichkeit, einen eigenen Hund halten und versorgen zu können.

Ich freue mich, von Apporte e.V. als Bewerberin aufgenommen worden zu sein und bin dankbar für den Einsatz und die Hilfe, mir diesen Wunsch in Erfüllung gehen zu lassen.
Auch danke ich herzlichst jedem einzelnen Menschen, der mit seiner Spende dazu beitragen will.

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