»Danke«

In den nun elf Jahren seit Bestehens des Vereins konnten wir 32 Assistenzhunde finanzieren. Es warten allerdings schon weitere BewerberInnen auf einen Freund und Helfer auf vier Pfoten.
Für jeden Menschen, dem wir mit einem Assistenzhund helfen konnten, bedeutet die Zusammenarbeit mit dem Hund eine große Veränderung in ihrem Leben.

Mitglieder und Freunde 2012

Bewerbungskriterien

Ob Sie oder jemand in Ihrer Familie für die Vermittlung und Finanzierung eines Assistenzhundes infrage kommt, wird letztendlich in persönlichen Gesprächen geklärt.

Auf jeden Fall sollten Sie uns für eine Bewerbung nur dann kontaktieren,
wenn Sie folgende Kriterien erfüllen können.

Wenn Sie:

  • motorisch so eingeschränkt sind, dass ein Rollstuhl notwendig ist .
  • selbst (finanziell und gesundheitlich) in der Lage sind, einen Hund zu versorgen
    und ihm eine artgerechte Freizeit zu ermöglichen.

  • kognitiv in der Lage sind, den Hund zu führen, bei Kindern natürlich mit Unterstützung der Eltern.
  • aktiv sind und Freude daran haben, mit dem Hund die Natur zu erleben.
  • bereit sind, für viele Jahre die Verantwortung für den Hund zu übernehmen.

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Kurzvorstellungen der Bewerber/innen

Damit Sie genau verfolgen können, für wen Ihr gespendetes Geld verwendet wird,
stellen sich Ihnen die neuen BewerberInnen kurz vor.

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Hallo. Ich bin Clara.

Bewerberin Clara


Ich bin 26 Jahre alt und versuche gerade mein Abitur nachzuholen, um da weiterzumachen, wo ich aufhören musste, als mir die Krankheit in den Weg kam.
Damals durfte ich schon parallel zur Schule die Uni besuchen, an Vorlesungen teilnehmen und den Laboralltag kennenlernen. Dadurch weiß ich, was ich später machen möchte - nachdem ich Abitur und Studium doch noch geschafft habe.


Am schlimmsten und einschränkendsten an meiner Behinderung sind für mich die Schmerzen. Schmerzen habe ich eigentlich durchgängig, da eine meiner Erkrankungen das Bindegewebe zu locker wachsen lässt und ich mir deshalb andauernd sämtliche Gelenke blockiere, mich leichter verletze und schneller erschöpft bin. Durch meine Spastik und eingeschränkte Sensibilität kann ich meinen Körper leider auch nicht so gezielt steuern, wie es zur Schonung nötig wäre und beides verschlechtert sich gegenseitig.
Wenn ich die Schmerzen mehr in den Hintergrund drängen könnte, wäre für mich viel gewonnen, denn eigentlich bin ich ein aktiver Mensch und das will ich nicht verlieren.

Tiere haben mir immer sehr viel bedeutet und ich fühle mich in ihrer Gegenwart sicher und zuhause. Wenn ich im überfüllten Zug oder Fahrstuhl am Rande einer Panikattacke stehe und es steigt jemand mit Hund dazu, kann ich mich beruhigen.
Wenn ich bei der Reittherapie bin, vergesse ich während dieser Zeit ein ganzes Stück weit die Schmerzen und meine Muskeln werden lockerer (das Bewerbungsfoto ist dort entstanden).
Und wenn ich morgens vor dem Haus den Nachbarshund treffe, ist der Tagesanfang gerettet, denn: So ein weiches Fell zwischen den Fingern oder eine große Hundenase an der Backe sind für mich ähnlich hilfreich wie Schmerz- und Beruhigungsmittel - nur ohne Nebenwirkungen. Und, mit einem eigenen Hund, auch jederzeit verfügbar: Morgens, mittags, abends, zu, vor oder nach den Mahlzeiten und auch nachts.

Ich wünsche mir von ganzem Herzen einen Hundefreund, der mir Sicherheit gibt, der sich mit mir zusammen durch das schwierige Vorhaben "Abi + Studium" kämpft, der nicht genervt davon ist, mir an schlechten Tagen auch fünfmal hintereinander etwas aufzuheben, der mir nicht sagt: "Das schaffst Du eh nicht! Tu Dir das doch nicht an." und auch nicht: "Jetzt reiß Dich aber mal zusammen!". Einen Hundefreund, vor dem ich mich nicht schäme, ihn um kleine Hilfen zu bitten, die für mich eine große Hilfe bedeuten können (Gegenstände kurz halten, ausziehen helfen, etwas holen) und der auch nicht gestresst ist, wenn wegen mir mal wieder etwas länger dauert.
Einfach einen Alltagsbegleiter, der mich so nimmt, wie ich bin und dem es genügt, dabei zu sein und liebgehabt zu werden.
Mit einem ausgebildeten Assistenzhund hätte ich trotz Behinderung die Möglichkeit, einen eigenen Hund halten und versorgen zu können.

Ich freue mich, von Apporte e.V. als Bewerberin aufgenommen worden zu sein und bin dankbar für den Einsatz und die Hilfe, mir diesen Wunsch in Erfüllung gehen zu lassen.
Auch danke ich herzlichst jedem einzelnen Menschen, der mit seiner Spende dazu beitragen will.

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Hallo, mein Name ist Alexandra, 

Bewerberin Alexandra

ich bin 27 Jahre alt und seit meiner Geburt Rolli-Fahrerin. Ich studiere Jura und versuche, ein eigenverantwortliches und möglichst selbstständiges Leben zu führen.
Hierbei war mir mein Freund Brandy, ein Golden-Retriever von Partner-Hunde Österreich, eine große und wertvolle Unterstützung. Leider ist Brandy vor einigen Wochen im Alter von fast 14 Jahren nach längerer Krankheit verstorben. Nun wünsche ich mir sehnlichst, wieder einen treuen, liebevollen Partner an meiner Seite zu haben, auf den ich mich verlassen kann, der mir Sicherheit und
Selbstständigkeit gibt und immer für mich da ist. Selbstverständlich will auch ich ein verlässlicher und fürsorglicher Partner für ihn sein.

Ich freue mich riesig und bedanke mich sehr bei Apporte e.V., dass ich als Bewerberin
für einen Assistenzhund aufgenommen wurde.

Ich bedanke mich ebenso herzlich bei allen Spenderinnen und Spendern und hoffe, dass mein sehnlichster Wunsch bald in Erfüllung geht.

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Hallo, mein Name ist Jürgen, 

Bewerber Jürgen

ich ich bin 48 Jahre alt und seit 4 Jahren Frührentner. Seit meinem 10.Lebensjahr habe ich HMSN Typ 2.Durch den Verlauf und das voranschreiten der Erkrankung sitze ich seit 5 Jahren im Rollstuhl. Nach dem ich in der Reha 2016 einen Begleithund kennen gelernt habe, und ich sehen konnte was für eine Hilfe der Hund ist, bekomme ich den Gedanken an einen Hund nicht mehr aus dem Kopf. Ich hätte wieder eine Aufgabe und der Hund könnte mir beim Türen öffnen, Dinge vom Boden aufheben, mir beim Strümpfe ausziehen helfen usw. Einfach bei mir sein und im Alltag helfen. Ich würde ein Stück Lebensqualität und Selbständigkeit zurückbekommen.

Ich freue mich riesig und bedanke mich sehr bei Apporte e.V., dass ich als Bewerber für einen Assistenzhund aufgenommen wurde.
Ich bedanke mich ebenso herzlich bei allen Spenderinnen und Spendern und hoffe, dass mein sehnlichster Wunsch bald in Erfüllung geht.

Jürgen

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Hallo, ich bin Steffi. 

Bewerberin Steffi

Ich bin 26 Jahre alt und arbeite als Psychologin in München. Durch einen komplexen Herzfehler war ich körperlich schon immer eingeschränkt. Als ich im Rahmen einer notwendig gewordenen Herzoperation jedoch als Komplikation einen Schlaganfall erlitt, war meine Selbständigkeit mit einem Mal dahin. Ich lebe seitdem mit 24h-Assistenz und da ich auch an epileptischen Anfällen leide, bin ich quasi permanent auf fremde Hilfe angewiesen. Ich liebe Tiere und insbesondere Hund über alles und wünsche mir schon lange einen Begleiter auf vier Pfoten. Ich erhoffe mir von einem Assistenzhund, dass er mir zum Beispiel Dinge vom Boden aufheben, mir beim Ausziehen helfen, oder im Falle eines Anfalls Hilfe holen kann und mir sowohl im wörtlichen als auch im übertragenen Sinne zukünftig Türen öffnen wird. Ich kann es kaum erwarten, endlich meinen vierbeinigen Begleiter zu mir nach Hause holen zu dürfen und mit seiner Hilfe endlich nicht mehr permanent von anderen Personen abhängig zu sein, sondern auch einmal wieder ganz alleine etwas zu unternehmen und so ganz viel Lebensqualität und Selbständigkeit zurückzubekommen.
Ich bedanke mich schon jetzt von ganzem Herzen bei Apporte e.V. für die großartige Unterstützung und natürlich auch bei jedem einzelnen (zukünftigen) Spender!

Steffi

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Ich heiße Ena-Sara 

Bewerberin Ena-Sara

und bin 18 Jahre alt und gehe in die 11. Klasse eines Oberstufen Gymnasiums in Frankfurt am Main. Ich bin ein Drilling. Durch einen schweren Sauerstoffmangel leide ich an Tetraparese und bni auf einen  Rollstuhlangewiesen. Dadurch bin ich in vielen Situationen des Alltags beeinträchtigt. Ich brauche z.B. Hilfe wenn mir etwas runter fällt (Schlüsselbund, Fernbedienung, Stifte) und vieles mehr.

Ich habe nur einen Herzenswunsch. Ich wünsche mir so sehr einen Assistenzhund. Er soll mich unterstützen selbstständiger und einfach unabhängiger zu werden. Es gibt etliche Situationen, wie zum Beispiel beim Einkaufen, wo mir etwas runterfällt und gerade „jeder mit sich beschäftigt“ ist. Das sind oftmals keine leichten Hindernisse für Rollifahrer!
Es fallen mir, wie schon erwähnt, für nichtbehinderte Menschen „kleinere Dinge“ wie das Holen oder Ausziehen meiner Schuhe schwer. Mein Ziel ist es, nicht mehr für all diese Dinge meine Eltern oder Brüder bitten zu müssen. Auch würde ich wollen, dass meine Eltern mich mal alleine lassen können, ohne in Sorge zu sein, ob ich gerade eine Tür auf bekomme. Ein Assistenzhund wäre für mich das erdenklich schönste Geschenk.

Vielen herzlichen Dank an Apporte für Ihr unglaubliches Engagement!!
Ena-Sara

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