Im Feld auf einer Sitzbank mit Tisch

Apporte Assistenzhunde Teambericht von Robin und Alfred

Robin mit Alfred - Bericht 1

Nachdem wir nach dieser großartigen Übergabefeier nach Hause gefahren sind, haben wir ziemlich viel mit Alfred erlebt.

Er fährt gerne Auto und konnte sich auf der Rückfahrt gut entspannen. Als wir zuhause ankamen, wurden wir sehnlichst erwartet. Die Mädchen von Robins Schwester (6 und 8 Jahre alt) und mein Mann, Holger, saßen ruhig im Wintergarten und warteten ab. Alfred war zurückhaltend, beschnupperte alle und schaute sich in der Wohnung um. Es war alles sehr entspannt.

Nach einem längeren Abendspaziergang war es eine ruhige Nacht.

Den Morgenspaziergang haben wir mit dem Handbike und Fahrrad gestaltet. Wir hatten keinen Hundekontakt. Alles lief gut. Zuhause fing er aber an, meinen Mann anzuknurren und zu bellen. Dieser versuchte mit ausgestreckter Hand und Leckerli Kontakt aufzunehmen, was aber nicht gelang. Alfred knurrte in den nächsten Tagen alles an, jedes Geräusch, die Therapeuten, die Nachbarn, usw. Dieses hielt ca. eine Woche an. Außerdem lief Alfred immer hinter Robin oder mir her und war ruhelos. Er hat kaum geschlafen, außer nachts, und wich uns nicht von der Seite. Wir haben mit ihm gesprochen und gekuschelt, was ihn ruhiger machte, für den Moment. Wir sagten uns, dass er sich erstmal an diese große Veränderung gewöhnen muss und hatten sehr viel Geduld. (Haben wir immer noch).

Die Spaziergänge sind entspannt. Er springt durch die hohen Wiesen, kommt schnell zurück, wenn man ihn lockt. Wir haben richtig Spaß mit ihm.

Bis wir auf andere Hunde treffen. Alfred zieht sehr stark, springt hoch und bellt. Wir haben verschiedene Arten ausprobiert, um an den fremden Hunden vorbeizukommen. Nach ca. zwei Wochen wurde es besser.

Mittlerweile kennen uns die anderen Hundehalter alle. Wir hatten viele verständnisvolle Gespräche und suchen den Hundekontakt. Nun hatten wir schon einige Male die Möglichkeit, dass sich die Hunde beschnuppern können.

Eine Tierfreundin aus dem Dorf hat seit vielen Jahren eine große Hundewiese gepachtet. Viele vernünftige Hundeführer dürfen diese benutzen, damit sich die Hunde während der Leinenpflicht austoben können. Auch wir haben einen Schlüssel bekommen, und schauen nun, ob Alfred eine Hundefreundschaft finden kann. (die anderen Hundeführer sind meistens allein auf der Wiese). Das werden wir auch machen, aber vielleicht findet sich ein Freund.

Mittlerweile ist es so, dass Alfred viel mehr schläft. Er liegt im Garten, wenn ich dort arbeite oder unter dem Stuhl, wenn Robin am PC ist. Er ist viel entspannter geworden und knurrt nichts mehr an. Auch bei der Türklingel schreckt er nicht mehr hoch.

Wir haben Manja  besucht, um Alfred vorzustellen. Er hat sich gut mit Linda verstanden.

An die Therapeuten hat er sich gewöhnt. Wir waren in verschiedenen Arztpraxen, beim Einkaufen, zum Basketball und beim Hundefrisör oder Essen. Alles lief bestens ab.

Ich hatte vor kurzem Geburtstag und hatte die Familie zum Grillen eingeladen. Drei Personen kannte Alfred gar nicht. Er war total entspannt, hat sich auf seine Decke gelegt oder zwischen die Gäste.


Unser Problem zurzeit besteht noch darin, dass er, wenn er am Handbike Hundekontakt hat, teilweise stark zieht und quer vor das Handbike läuft. Wenn wir den fremden Hund im Voraus sehen, fährt Robin an die Seite, lenkt Alfred ab und lässt den anderen Hund vorbeigehen. Ich stehe daneben, um im Notfall einzugreifen.

Fahren wir an einem eingezäunten Grundstück vorbei, auf dem ein Hund freilaufen könnte, fahre ich mit dem Fahrrad vorweg, um Ausschau zu halten. Ist der Hund da, meistens bellt dieser dann stark, gehe ich neben dem Handbike und wir lenken Alfred ab. Das ist sehr schwer.

Treffen wir einen fremden Hund zu Fuß, machen wir einen weiten Bogen, sodass keiner eingeengt ist. Das klappt schon ganz gut und der Bogen wird kleiner. Wir haben schon vieles ausprobiert und finden jede Hundebegegnung spannend und hoffen, dass es besser ist als beim letzten Mal.

Alfred ist ein toller Hund. Wir haben viel Spaß mit ihm. Morgens fährt Robin mit dem Handbike und ich mit dem Fahrrad so ca. 5 Km und abends gehen wir zu Fuß ca. 4 Km, dann üben wir häufig die Hörzeichen durch. Alles prima. Kleine Pipi Runden oder einkaufen oder zu Therapien fahren gehören zu unserem Alltag. Zwischendurch schläft er(endlich). Wir machen Suchspiele oder Kuscheln zusammen.

Wir können uns die Zeit ohne Hund gar nicht mehr vorstellen.

Robin, Monika und Alfred

  • Im Feld auf einer Sitzbank mit Tisch

    Im Feld auf einer Sitzbank mit Tisch

  • Spaziergang

    Spaziergang

  • Beim Hundetreff

    Beim Hundetreff

  • Bei uns Zuhause um Alfred zu bürsten

    Bei uns Zuhause um Alfred zu bürsten

  • Am Bahnhof

    Am Bahnhof

  • Alfred in dem ICE

    Alfred in dem ICE